Die Katze auf dem Autodach - oder wie kann die Katze überführt werden?

Die Katze auf dem Autodach - oder wie kann die Katze überführt werden?

Es ist klar: ein Katzenhalter, genau wie ein Hundehalter muss für die von seiner Katze verursachten Schäden aufkommen. Ein Geschädigter kann also Schadensersatz verlangen. Allerdings muss der Geschädigte nachweisen, dass der behauptete Schaden durch die Katze entstanden ist. Deshalb reicht in einem Schadensfall ein bloßer Verdacht nicht aus. Autobesitzer müssen Katzen auf frischer Tat ertappen, wenn sie für Kratzer im Autolack, z.B. auf dem Autodach oder auf der Motorhaube Schadensersatz bekommen wollen. Mit dieser Begründung wurde eine Klage einer Auto-Besitzerin abgewiesen, die behauptet hatte, dass ihr Autodach durch die Katze der Nachbarin beschädigt worden sei. Sogar ein DNA-Gutachten wurde beantragt, um die Katze der Nachbarin zu überführen. Aber das Gericht lehnte ein solches Gutachten ab mit der Begründung, dass es zwar möglich gewesen sei, dass die Katze auf dem Autodach war, es aber fraglich ist, ob sie dort auch die Spuren hinterlassen hat und es nicht vielleicht doch eine andere Katze war. Somit hat eine Chance auf Schadensersatz nur der Autobesitzer, der seine Behauptung beispielsweise durch Zeugen belegen oder die Katze auf frischer Tat (z.B. mit Fotos) überführen kann.
Client:
Grit Koschinski
Date:
September 16, 2016
Categories:
Anwalt, Tierrecht
Tags:
Tierhaltung, Tierrecht