Der nicht mithaftende Ehegatte - Gestaltungsfalle Gütertrennung

Der nicht mithaftende Ehegatte - Gestaltungsfalle Gütertrennung

Eine Gütertrennung wird häufig empfohlen, „damit der Ehegatte nicht für die Schulden des anderen Ehegatten haftet“. Diese Aussage ist schlichtweg falsch, da auch bei gesetzlichem Güterstande keineswegs eine Haftung für die Schulden des anderen gegeben ist, es sei denn, mah hat sich vertraglich hierzu verpflichtet. Wichtig ist vielmehr, die Vermögenswerte klar und nachvollziehbar auseinander zu halten, dies völlig unabhängig davon, ob Gütertrennung vereinbart ist. Bedeutung erlangt die Gütertrennung nur im Rahmen der Scheidung, da ein Zugewinnausgleich dann nicht mehr zu zahlen ist. Erbrechtlich hat sie in der Regel nur Nachteile, da sie häufig zur Erhöhung von Pflichtteilsansprüchen von Abkömmlingen führen und darüber hinaus eine Gütertrennung oft erbschaftssteuerlich nachteilig ist.
Client:
Grit Koschinski
Date:
September 14, 2016
Categories:
Anwalt, Familienrecht
Tags:
Familienrecht, Gütertrennung