Der nicht nur stets bemühte und pünktliche Arbeitnehmer -  Zeugnissprache

Der nicht nur stets bemühte und pünktliche Arbeitnehmer - Zeugnissprache

Dass Arbeitgeber im Arbeitszeugnis „geheime“ Formulierungen verwenden, mit denen das Verhalten des Arbeitnehmers letztlich nur als befriedigend oder sogar mangelhaft beurteilt wird, ist allseits bekannt. Aber es kommt nicht nur auf versteckte Aussagen zu Führung und Leistung an. Auch der Aufbau des Zeugnisses verrät viel über die Note. Daher ist die Einhaltung einer Reihenfolge zwingend notwendig, denn allein schon die Verschiebung einzelner Elemente, wie z.B. die Beurteilung des sozialen Verhaltens vor der Leistungsbeurteilung, weist darauf hin, dass es im Arbeitsverhältnis Auffälligkeiten gab. Aber auch die Schlussformel im Arbeitszeugnis ist zum entscheidenden Element im Arbeitszeugnis geworden, da diese zwei bis drei Sätze oft die gesamte Bewertung über den Arbeitnehmer zusammenfassen und manchmal sogar im Widerspruch zum bisher gesagten stehen. Hier ist besondere Aufmerksamkeit geboten.
Client:
Grit Koschinski
Date:
September 14, 2016
Categories:
Anwalt, Arbeitsrecht
Tags:
Arbeitsrecht, Zeugnisspache